Kürbistopf mit Couscous
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Marokkanischer Kürbistopf mit Dattel-Couscous

Dieses fantastische Rezept „Marokkanischer Kürbistopf“ habe ich vor Jahren in einem Kochbuch gefunden. Ursprünglich war es ein Rezept für eine Tajine, den traditionellen Lehmkochtopf aus Marokko, nicht unähnlich unserem Römertopf, nur mit spitzem Deckel. Aber wer hat bei uns schon eine Tajine in der Küche? Also ich nicht, deshalb habe ich das Rezept in ein „Topfgericht“ abgewandelt. Und ich weiß zwar nicht, wie es aus der Tajine schmecken würde, aber aus dem Topf schmeckt es einfach g r o ß a r t i g!!!

Ich nehme dafür meistens einen Hokkaido, wegen seiner tollen Farbe und weil man ihn nicht schälen muss, aber du kannst genauso gut jeden anderen Kürbis nehmen (dann geschält).

Kürbisgemüse mit Couscous

Dieses Rezept „marokkanischer Kürbistopf mit Dattel-Couscous“ ist eines meiner absoluten Lieblingsgerichte. Besonders, wenn es draußen kälter ist, liebe ich es, weil es durch seine leichte Schärfe und die duftenden Gewürze ein warmes, wohliges Gefühl auslöst, dass sich durch den ganzen Körper ausbreitet und einfach glücklich macht. Das Kürbisaroma verbindet sich mit fruchtig-säuerlichen Tomaten und den Aromen von Zimt, Nelken, Chili, Koriander und Kreuzkümmel zu einer wahren Genuss-Explosion. Einen schönen Kontrast dazu bildet der süß-zitronige Dattel-Couscous, der übrigens zu vielen Gerichten der nordafrikanischen und arabischen Küche super passt.

Marokkanischer Kürbistopf mit Dattel-Couscous – so geht’s:

Für 4 Personen brauchst du etwa 900 g Kürbisfleisch, das entspricht einem Hokkaido von etwa 1,2 kg. Beim Hokkaido kannst du die Schale dranlassen, andere Kürbissorten musst du leider schälen. Die Kerne kann man gut mit einem Esslöffel herauslösen. Schneide den Kürbis in möglichst gleich große Stücke, damit alle gleichzeitig gar werden.

Hokkaido entkernt, auf Brett

Dann ein bis zwei Zwiebeln, 2 Knoblauchzehen und etwas Ingwerknolle schälen und fein schneiden. Die Zwiebeln kann man auch in halbe Ringe schneiden, das bringt noch etwas „Struktur“ in das fertige Gericht. Je nachdem, wie scharf du es magst, kannst du 1-2 kleine Chilischoten oder eine Peperoni entkernen und in dünne Streifen oder kleine Würfelchen schneiden.

Das war es schon an Vorbereitungen. Jetzt muss nur noch alles gekocht werden. Dazu etwa 2 Esslöffel Olivenöl einer Pfanne nicht zu stark erhitzen und die Zwiebeln darin weich dünsten. Dann Knoblauch, Ingwer, jeweils 2 Teelöffel Kreuzkümmel, Paprikapulver und Koriandersamen hineingeben und etwa 2 Minuten braten, bis die Gewürze anfangen zu duften. Jetzt gibst du die Kürbiswürfel, zwei Dosen Tomaten, die Chilistreifen, eine Zimtstange, einen Esslöffel Akaziensirup und 300 ml Wasser dazu und lässt alles einmal aufkochen. Dann die Hitze reduzieren und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist und die Soße etwas eindickt.

Während alles vor sich hinköchelt, kannst du noch schnell ein paar Cashewkerne oder Mandelblättchen in einer Pfanne rösten. Öl ist hierbei unnötig, denn die Nüsse enthalten genug Fett.

Die Beilage: Dattel-Couscous

Für den Couscous gibst du einfach 150 g Instant-Couscous in eine Schale oder einen Topf, reibst etwas Zitronenschale drüber und gibst etwas Salz dazu. Etwa die doppelte Menge Wasser im Wasserkocher aufkochen und über den Couscous gießen. 2 Teelöffel Olivenöl unterrühren und 5- 10 Minuten ziehen lassen.

Dattel-Couscous auf blauem Teller für marokkanischer Kürbistopf

Fein gehackte Datteln bringen eine wunderbare Süße hinein, die die leichte Schärfe des Kürbis ausgleicht. Dazu einfach sechs Datteln (ohne Stein) fein hacken und unter den Couscous rühren.

Nun nur noch den Kürbistopf mit Salz und Pfeffer abschmecken, ein paar Korianderblättchen und Cashews oder Mandeln darüber streuen und mit Dattel-Couscous servieren.

Marokkanischer Kürbistopf mit Dattel-Couscous

Gericht: Hauptgericht
Land & Region: Marokko, Nordafrika, Orient
Portionen: 4 Personen
Autor: Ricarda – einfach veggie!

Das brauchst du:

  • 900 g Hokkaido oder anderer Kürbis (geputzt gewogen)
  • 1 Zwiebel
  • 2 Knoblauchzehen
  • 3 cm Ingwer
  • 1-2 rote Chilischoten
  • 2 EL Olivenöl
  • 2 TL gemahl. Kreuzkümmel (Cumin)
  • 2 TL gemahl. Koriander
  • 2 TL Paprikapulver
  • 2 Dosen Tomaten (à 400 g)
  • 1 Zimtstange
  • 1 EL Akaziensirup
  • 2 EL Cashewkerne oder Mandelblättchen
  • einige Zweige Koriander
  • Salz, schwarzer Pfeffer

Dattel-Couscous

  • 150 g Couscous
  • 1/2 Bio-Zitrone, abgerieb. Schale
  • Salz
  • 2 TL Olivenöl
  • 6 Datteln, frisch oder getrocknet

So geht’s:

  • Kürbisfleisch in ca. 2 cm große Würfel schneiden. Zwiebel und Knoblauch schälen und fein würfeln. Ingwer schälen und sehr fein würfeln. Chili waschen, entkernen und fein würfeln.
  • Öl in einer Pfanne erhitzen, Zwiebel darin weich dünsten. Knoblauch, Ingwer, Kreuzkümmel, Paprika und Koriandersamen zufügen und 2 Minuten braten, bis die Gewürze duften.
  • Kürbis, Tomaten, Chili, Zimtstange, Akaziensirup und 300 ml Wasser dazugeben und ca. 15 Minuten köcheln lassen, bis der Kürbis gar ist und die Mischung eindickt.
  • Inzwischen die Cashewkerne oder Mandelblättchen in einer trockenen Pfanne rösten. Cashewkerne hacken. Koriander abbrausen, trockenschütteln und die Blättchen abzupfen.
  • Couscous mit Zitronenschale und Salz in eine Schüssel geben, mit etwa der doppelten Menge kochendem Wasser übergießen. Öl unterrühren und den Couscous nach Packungsaufschrift ziehen lassen. Die Datteln fein hacken und unterheben.
  • Kürbis mit Salz und Pfeffer abschmecken, Korianderblättchen und Cashews oder Mandeln darüber streuen und mit Dattel-Couscous servieren.

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